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Kleine Sprachkunde mit Hans Schimmel

Wie bereits erwähnt, lebe ich in der Kurpfalz. Dort redet man wie einem der Schnabel gewachsen ist und natürlich Dialekt. Wer nicht den Vorzug hatte dort geboren zu sein fühlt sich dann relativ schnell überfordert wenn er mit unserer hocheffizienten Sprache in Berührung kommt. Deshalb habe ich an dieser Stelle ein paar Übersetzungen Kurpfälzisch – Deutsch hinterlegt, damit auch der Nicht-Kurpfälzer in den Genuss unseres Heimatidioms kommt.

Kurpfälzisch – Deutsch

Regeln:

Ökonomie ist für den Kurpfälzer alles. Deshalb achten wir darauf, dass wir nur das Nötigste in unsere Worte einbauen. Dies äußert sich dadurch, dass fast bei allen Wörtern Buchtstaben eingespart oder ganze Sätze mit einem Wort wiedergegeben werden.

Man sollte sich auch nicht wundern, wenn unsere Sprache von Ort zu Ort etwas variieren kann. Für uns ist es ein Erkennungsmerkmal ob Fleisch als „Flesch, Flosch, oder Fläsch“ bezeichnet wird.

Auch der gesundheitliche Aspekt muss an dieser Stelle erwähnt werden. Ein „ch“ wird bei uns oft zu einem „sch“. Eine der wenigen Ausnahmen bei denen ein Buchstabe dazu kommt und nicht weggenommen wird. Dadurch entleeren wir unsere Lunge weitaus mehr als bei abgehackten Endungen, die nur das Zwerchfell belasten.

Kleiner Sprachkurs

awwelhawema – eben haben wir (wird ohne Zwischenpause gesprochen)

 

abba – Nein, oder das gibt es doch nicht (je nach Betonung)

Dieses „abba“ hat nichts, aber auch rein gar nichts mit der gleichnamigen schwedischen Popgruppe zu tun. An dieser Stelle wäre die Frage zu stellen, ob nicht durch die schwedischen Künstler ein kurpfäzler Urheberrecht verletzt wurde.

 

hä(ää)? – entschuldigen Sie bitte, ich habe das soeben Gesagte akustisch nicht richtig verstanden. Könnten sie eventuell, wenn sie so freundlich wären, es noch einmal wiederholen?

(Wichtigstes Kurpfälzisches Wort da es in ca. 234 verschiedenen Betonungen ca 346 verschiedene Bedeutungen haben kann)

 

Floschahooke – Fleischerhaken

(Die alte ortsbedingte Streitfrage wird Flosch (Fleisch) mit o, oder e geschrieben?

wemmgherschndu? – zu wem gehörst du denn?

(Die typische Frage um herauszufinden welcher Abstammungslinie man angehört. Wer es nicht versteht, wird als Zugezogener enttarnt)

jogehfort, oder auch machsach – Das ist ja unglaublich, ist das wirklich dein Ernst?

(Hat also nichts mit weg gehen im bewegungsintensiven Bereich zu tun)

ä Dutt – eine Tüte

(Sie betreten das angesiedelte Ausland, also Oberhausen, Rheinhausen Phillipsburg usw. wenn aus einer Dutt eine Guck wird)

a jetzt heb misch doch ind Schees – jetzt mach doch was du willst, aber ohne mich.

(Wörtliche Übersetzung, aber ohne Bedeutung: Jetzt lege mich doch in den Kinderwagen. Zeichen der Passivität)

 

Emil – E-Mail (Wird nur von Kurpfälzern jenseits der siebzig Jahre verwendet)

 

asohalt – es ist wie es ist
(Bei zu intensiven Nachfragen wird das asohalt ersetzt durch, a jetzt heb mich doch ind Schees)

 

hot der glode – Dieser Mensch scheint betrunken zu sein

du bringsch misch uffs Quegschtebeemel – pass ja auf, du machst mich nervös oder zornig.

(Wörtliche Übersetzung: Du bringst mich dazu, auf einen Zwetschgenbaum/ =Pflaumenbaum zu steigen. Was wir dort wollen? Nicht fagen, sonst bringen Sie uns aufs Quegschtebeemel)

Gscherrabdrickelhandischel – Geschirrtuch

(Welch eine Poesie in diesem Wort doch liegt)

 

Kleine Farbenlehre

rout – rot

gri – grün

blo – blau

geel – gelb

brinzelbraun – nicht definierbar

Dippelschisser – Kleinigkeitskrämer

Moonsch isch hab in Geldschisser? – Meinst du das Geld liegt auf der Straße? Ich habe schwer dafür gearbeitet.

(Spruch des Kurpfälzers der mit seiner Gattin einkaufen geht)

a du bisch vielleischt e Bruchkuh – Tölpelhaftes, dummes Mädchen
(Der Ausdruck ist meistens nur noch älteren Hockenheimern bekannt)

Ortsbezeichnungen

Hockenheim – Hoggene

Altlussheim – Altlosse

Neulussheim – Neilosse

Reilingen – Reilinge

Berlin – Hä?

Tokio – Hä?

Amsterdam – Keeskepp

Australien – Kenn isch, die hawwe die Hupfdinger (Känguru)

Brettlhupfer – die Beschte, die Scheenschte, die Liebschte, die…….

inweck – ein Brötchen

zweweck – zwei Brötchen

riwwer un niwwer – Ortsangabe bei der je nach Bedarf sich links mit rechts abwechselt und umgekehrt.

am häufigsten gebraucht bei:

Sie: Kratz misch mol am Buckel. (Kratze mich einmal am Rücken)

Er: Wu (Wo)?

Sie: E bissl weiter riwwer (Ein bisschen weiter links oder rechts)

Er: Do? (Da)

Sie: Nää, isch hab net niwwer gsogt. (Ich meinte die andere Seite)

Er: Du machsch misch noch varickt (In den Wahnsinn treiben)

Sie: Am beschte du kratsch misch überrool (Mich juckt es überall)

Jou – Hallo, guten Morgen, guten Tag, guten Abend etc.

(Das Jou wird kurz, ohne Luft zu holen gesprochen. Gerade in diesem „Jou“, drückt sich die Effizienz des Kurpfälzischen aus. Einem Kurpfälzer muss man nicht sagen dass es Tag, Nacht, oder Abend ist, der weiß das. Normalerweise gebraucht der Kurpfälzer die oben genannten Floskeln nur dann, wenn er es mit Ausländern (Also alles außerhalb der Zwanzigkilometerzone seines Wohnorts) zu tun hat um ihnen einen kleinen Fingerzeig bezüglich der Tageszeit zu geben.)

Alla – also, nun denn, nun gut usw.

(Das Alla ist eines der berühmtesten kurpfälzer Worte und hat mit dem Islam rein gar nichts zu tun. Der Einheimische gebraucht es gerne und oft und in Wirklichkeit ist es das absolut sichere Zeichen dass man dahem (daheim) ist. Wer dieses alla hört befindet sich in dir Kurpfalz)

Mei Aldi – Meine Alte, meine Frau, meine Gattin

(Das Wort Aldi hat nichts mit dem gleichnamigen Discounter zu tun, der sich seinen Firmennamen scheinbar nach einem Besuch in der Kurpfalz zugelegt hat. Es bleibt weiterhin zu prüfen ob hier nicht ein Urheberrecht verletzt wurde)

Mei Fraa, mei Froo, mei Aldi* – Ehefrau, Gattin, Herzallerliebste

(Je nachdem in welchem Gemütszustand sich der Gatte befindet verwendet er unterschiedliche Ausdrücke um seine Partnerin zu bezeichnen. **Aldi siehe Aldi)

Wu ischn de Anner? – Wo ist denn der Andere?

(De Anner bezeichnet immer eine bestimmte Person. Dieser Ausdruck wird immer dann gebraucht wenn „dicke Luft“ herrscht, oder geherrscht hat. Selbst wenn sich zwanzig Personen im Raum befinden weiß jeder wer gemeint ist auch wenn der Name nicht genannt wurde)

Isch des ä Reff – Ausdruck für eine unattraktive weibliche Person

awwelhawwermasawwersatt – Steigerung von „awwel hawwe ma“ und gut als Sprachübung zu gebrauchen

awwelhawwemasawwerrichtischsatt – Steigerung der Sprachübung

Brifbott – Postbote

Kumsch jetzt odder kummsch net – kommst du nun oder kommst du nicht

(Dieser Ausdruck ist nicht als Frage zu verstehen sondern als sogenannte letzte Aufforderung bevor etwas passiert oder auch nicht passiert. Im Regelfall kommt jetzt beim erwachsenen Kurpfälzer der Ausdruck „Heb misch doch ind Schees“ *Erklärung siehe oben

Sodele – so das haben wir.
(Der Ausdruck wurde in früheren Jahren gerne von ansässigen Metzgern benutzt, die bei der Gelegenheit auch noch den Daumen auf die Waage drückten.
Überliefert ist die Antwort eines Kunden
„Isch will ke Sodele, isch will die Worscht“

Du kansch ma mol de Howwel blose – Ich gedenke nicht deiner Aufforderung nachzukommen

(Die wörtliche Übersetzung lautet $%&?/&%!!!! und wurde aus Jugendschutzgründen verschlüsselt. Die Originalübersetzung wird Ihnen nach der Einsendung einer Kopie Ihres Personalausweises, einer notariellen Beglaubigung und der Unterschrift von vierundzwanzig Zeugen per Emil= E-Mail zugestellt)

Der isch heit net hinne wie vonne – Der ist heute vorne nicht gleich wie hinten

(Ausdruck für die Launenhaftigkeit eines Kurpfälzers. Bedeutungsvoll ist dabei dass man einen Kurpfälzer sowohl von vorne, von der Seite, als auch von hinten ansprechen kann ohne dass er es krumm nimmt. Es sei denn er ist gerade etwas unpässlich oder schlecht gelaunt. Dann kommt der Ausdruck „Heb misch doch ind Schees“ zum tragen

Dischbediere – Eine Diskusion führen

Rumdischbediere – Steigerung von Dischbediere und Vorbote von „Heb misch doch ind Schees“ oder „Du kansch ma mol de Howwel blose“

Hannebambel – Nicht ganz ernst zu nehmender Zeitgenosse
(Wird auch gerne als Bezeichnung für den Ehegatten benutzt wenn den Bedürfnissen der Gattin nicht ganz Rechnung getragen wurde)

ogmodlt – aufgetakelt oder unpassend gekleidet
(Sogenannte „Ogmodelte“ sind unter den Kurpfälzern nur selten zu finden. Es sei denn sie haben nach einem alkoholreichen Abend falsch in den Schrank gegriffen oder wandeln auf Freiersfüßen)

uffgedackelt – aufgetakelt
(Dieser Ausdruck hat also nichts, aber auch gar nichts mit dem vierbeinigen Bordsteinsuchgerät zu tun das aus der Familie Canis Lupus stammt)

Hängsching – Handschuhe

(Nein, das ist kein chinesischer Ausdruck obwohl asiatische Gäste unserer Region immer anfangen zu strahlen wenn sie dieses Wort hören. Es muss sich also auch im Land der aufgehenden Sonne ein Pseudonym dieses Wortes verstecken. Wie sieht es denn dort mit dem Urheberrecht aus???)

Bowärtsheisel – Bahnwärterhäuschen

(Gibt es heute leider nicht mehr, deshalb dürfte dieses Wort auch zur aussterbenden Gattung gehören. Es sei denn wir bieten es den Chinesen an, die haben so etwas noch. Natürlich nur als Lizenz)

kenschtemol un detschemol – könntest du und würdest du

(Dies ist der allgemeine und meistgebrauchte zweite Vorname aller Ehemänner und wird in der Regel öfter gebraucht als der sogenante Rufnamen)

Mei un dei – Mein und Dein

(Ausdruck der im allgemeinen von kurpfälzer Frauen gebraucht wird wenn es um die Aufteilung des Haushaltsgeldes geht. Ergänzt wird dieser Ausdruck von Seiten der Frau mit „Was dir ghert, ghert a mir. Awwer was mir ghert ghert dir noch lang net“)

der isch noch net eigfohre – der ist noch nicht eingefahren
(Spruch des Mannes wenn die Ehefrau das Auto haben möchte. In der Kurpfalz sind die Autos auch mit 400.000 km noch nicht eingefahren)

debeschte Hund vun Hoggene – unser Vereinshund Tammy

Isch hab in Schbreißl – doppeldeutig, entweder einen Holzsplitter im Finger oder einen dünnen Hungerhaken als Ehemann

dodefor, dodezu – dafür, dazu
(Wird eigentlich nur dann gebraucht wenn entweder eine Strafe folgt, oder eine Beigabe für das Essen festgelegt wird.

Bsp. Dodefor wasd widder ogstellt hosch krigsch…

mer mache heit apfelkichle un dodezu…(meistens Kartoffelsuppe)

Iwwrischens – Übrigens

(Wird meistens von Ehemännern gebraucht wenn sie der Gattin klarmachen warum sie zum Stammtisch, zu Freunden oder sonst wohin müssen. Bei ablehnender Haltung der Gattin erfolgt „dann heb misch doch ind….“)

Hoschschunnghert – Hast du schon gehört

(Neuigkeiten verbreiten sich schnell im Städtchen. Die Einleitung Hoschschunnghert sorgt als Ritual dafür dass sich die Weisheit bestätigt „Gott sieht alles, die Nachbarschaft noch mehr“)

P.S Auch Hoschschunn ist nicht aus dem asiatischen Sprachraum

Speisen und Getränke

Wei – Wein

Bier – Bier (Haben sich die Auswärtigen von uns angeeignet)

Worscht – Wurst

Kadoffelpannekuche – Reibekuchen aus einem Agrarerzeugnis

Soß – Soße

Brotworscht – Bratwurst (Erkennt ihr das System?? aus „a“ mach „o“

inn Korze – Schnaps

Lewwerkees – Sowohl Leberkäse als auch Fleischkäse.
Der Kurpfälzer als Ökonom deutet einfach auf das was er möchte

Dessdo – Dieses da
(Was nicht benannt werden kann, auf das wird gedeutet)

Verheiade – Verheiratete, ein Gemisch aus einer Suppe mit Kartoffeln und Spätzle

hunnertachtefuchzisch – Gericht beim Chinesen Nummer einhundertachtundfünfzig

dreiedreisisch – Pizza mit scharfer Salami, Pilzen und Knoblauch

fadrickte Geeleriewe – zermatschte Karotten
(entweder man liebt sie, oder man hasst sie. Anm. des Autors „Würg“)

Verhaltensweisen in der Kurpfalz (Richtig und falsch)

Situation beim Bäcker am Morgen

Falsch wäre:
Guten Morgen, ich hätte gerne zwei Brötchen

Richtig:
Jou, zweweck

Situation auf der Straße

Falsch:
Wie geht es Ihnen denn?

Richtig:
Jou

Äußerung einer Bitte

Falsch:
Wärst du so nett und würdest du…

Richtig:
Kenschtemol odder detsch emol

Ablehnende Situation

Falsch:
Tut mir leid, aber ich möchte das nicht bzw. kann das nicht

Richtig:
A heb misch doch ind Schees
Steigerung:
Du kansch ma mol de Howwel blose

www.autor-hans-schimmel.de

Mei Hoor – ein wunderbares Gedicht nach Hans Schimmel

Mei Hoor

Manche Männer hawwe Glick,
isch net, mir gehe d` Hoor zurick.
Ganz langsam un recht unscheinbar,
werre wenischer die Haar.

Als wenn sie wollte sisch verstecke,
bilde sisch Geheimratsecke.
Isch konnt dess Ganze gar net glawe,
doch seh isch`s jetzt mit eigene Ache,
uff meim Haupt do isch en Fleck,
dort sin die Hoor ganz efach weg.

Vielleischt iss dess e Allergie
isch guck noch mol genauer hi,
die Gewissheit glab isch kaum
uff meim Kopf iss nur noch Flaum.
An eenere spezielle Stell
do werd des Haupthaar plötzlich hell.

Panisch sterz isch aus dem Raum,
nei ins Auto, aus der Traum.
Meine Jugend iss vorbei
un isch verlier die Hoor dabei.

Isch würd die Kahlheit net ertrage
und werr a jetzt de Dokter frage
ob es net e Mittel gibt,
dess mei Hoor macht widder fit.

In de Praxis ogekumme
wurd isch a glei drogenumme,
denn kummscht du als Privatpatient
in de Praxis jeder rennt.
Denn wenn beim Dokter Bargeld lacht
dann werd a keen Termin gemacht.

Herr Dokter guck, isch muss ball sterwe,
es freue sisch a schun mei Erwe,
denn mei Lewe iss zu End
wenn sisch dess net zum Gute wend.

Mei Hoor die gehe mir verlore,
deswege sin sie auserkore,
misch vum Haarausfall zu heile,
un sisch dobei zu beeile,
bevor noch Schlimmeres passiert
un misch gar nix mehr kuriert.

De Dokter guckt un lächelt leicht
uff die Stell wu`s Haupthaar weicht.
Mein guter Mann, die kleene Ecke
kann mer noch ganz gut verstecke
un in de Mitt die freie Lücke
kennt mer a noch üwwerbrücke.

Mit nem Kamm un Gel im Hoor,
leschen die sisch do devor
so dass dann, mein guter Mann
keen Mensch die Glatz mehr sehe kann.

Isch kann die Welt net mehr verstehe,
kann der denn mei Problem net sehe?
Herr Dokter, guck genauer hi,
aus meim Kopp do wächst e Knie.

Tja, do gibts noch Implantate,
Perücke un a Imitate,
die so e Stellche kennt verdecke
un wenn isch wollt det er mol cheke
was fer misch geeignet wär.

Für dess Ganze wären ungefähr
so fünf- sechstausend Euro zu berappe,
isch beginn nach Luft zu schnappe,
denn bei demm genannte Preis
werd mers jetzt grad rischtisch heiß.

Isch bin zwar eitel, doch net bled
un wees, dass dess a anerscht geht.
Isch bin dann in die Stadt gelaufe,
um mir dort e Kapp zu kaufe.

Drei Euro Fuffzisch war de Preis,
jetzt iss mir`s nimmie ganz so heiß.
Die Kapp die schützt vor Sonnestrahlung,
iss efach in de Handhabung
un wenn ins Bett gehscht nimmscht se ab
des iss de Vorteil vun de Kapp.

Isch geh dehem die Hausder nei
un mei Frau iss grad dabei,
dess Owendesse ozurichte
als isch erzähl ihr die Geschichte.
Dass mei Hoor die Flucht ergreife,
trotz Shampoo un Hygieneseife.

Isch wees gar net was du hosch
setz disch hi un halt dei Gosch.
Denn dann wer isch dir jetzt mol sage,
was de Grund vun deiner Plage.

Wenn vum Kopp dess Hoor sisch trennt,
dann iss de Mann noch sehr potent.
Die Hormone sin in Schwung
un dess, iss e Bereicherung
fer dess eheliche Lewe,
so isses ewe.

Isch lächel glücklisch, guck sie a
du hosch völlisch recht, mei Fra.
Was sin schun zwee drei Härcher wert,
schlimmer wäres umgekehrt.
Mei Fra die sacht, ach wescht mein Schatz
e scheenes Gsischt, des braucht halt Platz.

HANS SCHIMMEL / 9.14